Ein paar Tage im Landkreis Gniezno


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Czerniejewo kann man auf zweierlaie Weise erreichen: zu Fuss mit gelber Wanderroute von Pierzyska (von PKP Bahnhaltestelle - 15 km) oder von Wierzyce (von der PKS Bushaltestelle - 16 km) oder mit dem Fahrzeug (PKS Bus). Man kann auch radfahren (die Strasse von Gniezno nach Czerniejewo zählt 14 km) über Mnichowo, Paw³owo und Goranin. Während unserer Fussroute von Pierzyska gehen wir Baranowo und Paw³owo vorbei (in Paw³owo ist Hl.Martin Holzkirche aus der zweiten Hälfte des XVII.Jahrhunderts sehenswert), weiter gehen wir über das Naturschutzgebiet "Wi¹zy w Nowym Lesie" - Ulmen im Neuwald und "Bielawy". Unweit von Goranin treffen wir im ruhigen Waldplätzchen einen Obelisk zum Gedenken des am Anfang XIX.Jahr-hunderts tragisch gestorbenen Grafen Witold Skórzewski (war es das Unfall oder die Mordtat - das ist ein Vergangenheitsgeheimnis).



Die Wanderroute von Wierzyce führt durch malerische Umgebung und zwar die Seen Ósemka, Uli und Baba in Jezierce. Auf diesem Gelände wurde eine didaktische Wanderroute durchgeführt, es gibt hier viele Plätze, wo kann man sich gut ausruhen. Nach Czerniejewo kommen wir durch das Naturschutzgebiet "Modrzew w Noskowie" - die Lärche in Noskowo. Eine Hauptattraktion in Czerniejewo ist der mit schönem Park umgebene barock-klassizistische Palast aus dem XVIII. Jahrhundert. Der Palast wurde vom General Jan Lipski errichtet, dann war er ein Eigentum von der Familie Skòrzewski. Im Jahre 1997 waren hier Präsidenten von sieben mittelosteuropäischen Staaten bewirtet und im Jahre 2000 kamen hier Ministerpräsidenten von Deutschland und Polen zu Besuch. In der Nähe von Palast gibt es einen Pferdestall, in dem Kutschen zu vermieten sind. Empfehlenswert ist eine Kutschefahrt durch Czerniejewo-Wälder. Verlockend ist auch ein Spaziergang durch den Landschaftspark, der um das Palais gelegen ist. Im Parkstiefe kann man auch altes Fasaneriegebäude ansehen. Nicht weit entfernt steht eine spätgotische Kirche aus der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts und vor ihr das Priester Onufry Kopczyñski Denkmal. Der in Czerniejewo geborene berühmte Philologe hat die Grammatik der polnischen Sprache geschaffen. In der Krypta der Kirche gibt es sterbliche Hülle der damaligen Besitzer des Städchens- der Familien Lipski und Skórzewski.Man kann auch einen kurzen Spaziergang durch kleine Strassen des Städchens machen und den Altmarkt mit den aus dem XIX.Jahr-hundert stammenden Häusern besichtigen. Der Ausflug in der Umgebung von Czerniejewo ist sicherlich eine gute Erholung.Diese Region hat sowohl viele landeskundliche Vorzüge als auch zahlreiche Baudenkmäler.

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ie Gemeinde Kiszkowo und zwar das im Westteil des Gnieznoer Kreises gelegene Gebiet ist sehenswert. Wegen der Entfernung schlagen wir vor, diese Reise mit dem Auto zu machen. Die Gemeinde Kiszkowo ist für schöne Landschaft berühmt und teilweise ist im Bereich des Landschaftsparks Lednica und des Urwalds Zielonka gelegen.

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Die Besitzer der Siedlung Kiszkowo im Mittelalter waren Vertreter der verschiedenen Adelsgeschlechter u.a. gehörte sie der Na³êcz Familie. In Kiszkowo wurde eine Raumgestalt der alten Stadt mit dem Markt in der Mitte gut behalten. Im Zentrum gibt es Häuser aus dem XIX/XX. Jahrhundert, eine Holzkirche des Hl.Johannes des Täufers aus XVII.Jh. und eine neoromanische Kirche aus dem Ende des XIX.Jh. Die wichtigste Sehenswürdigkeit auf dem Gemeindegebiet ist auf einem Hügel gelegene Barockkirche - das Gottes Mutter Sanktuarium im Dorf Dšbrówka Koœcielna.



Das Sanktuarium ist seit dem XVII.Jh. bekannt und sehr gern von Pilgern besucht. Besondere Naturattraktion der Gegend von Dšbrówka Koœcielna ist das Naturschutzgebiet "Klosterlärchen"; auf der 6 ha Fläche wächst hier der im Grosspolen älteste Lärche-Kiefer-Wald. Es wurde im Jahre 1962 gegründet und sein Name verdankt er dem Zisterzinserkloster in Wšgrowiec, dem vor Teilung Polens umliegende Wälder gehörten. Die Schönheit der Gegend von Dšbrówka Koœcielna können wir während der Wanderung durch bezaubernde Waldwege bewundern. Durch das Gemeindegebiet läuft eine Naturwanderroute in der Landschaftspark Lednica. Diese Route ist mit Eicheblatt markiert. Sie läuft von der Kreuzung Waliszewo-Dzieæmiarki und Owieczki-S³awno durch den Park in Dzieæmiarki, das Dorf Kamionek und mit Waldwegen führt bis zur Anfangsstelle. Es gibt auch andere sehenswerten Objekte in der Gegend: eine Hl.Nikolaus Kirche und ein Gutshof aus dem XIX.Jh. in S³awno. Hier befindet sich auch eine mittelalterliche Vorzeitburg. In Wêgorzewo ist ein Gutshof aus dem XIX. Jh. gelegen, in £agiewniki Koœcielne - eine Fronleichnamholzkirche aus dem XVII. Jh. und ein Gutshof aus dem XIX.Jh. Auf dem Gebiet der Gemeinde Kiszkowo gibt es auch besonderes Objekt. Am Lednica See wurde von Dominikanern das berühmte Tor des III.Jahrtausends errichtet - der sogenannte Fisch. Das Tor ist im ganzen Polen als eine Zusammenkunftstelle der Jugend bekannt.




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An der Grenze der Kreise Gniezno und ¯nin gibt es ein wenig bekanntes und selten besuchtes Gebiet. Es läuft hier markierte gelbe Wanderroute von Trzemeszno durch Kruchowo, £awki, Go³šbki, das Naturschutzgebiet D³ugi Bród bis zum Gasthaus Drogorad am G³êboczek See. Wegen der grossen Entfernung - 25 km plus eine Zufahrt nach Gniezno vom Gasthaus Drogorad 11 km empfiehlt man diese Route mit dem Fahrrad durchzumachen (nach Trzemeszno kann man das Fahrrad mit dem Zug befördern). Erfahrene Wanderer können auch diese Route durchmachen und nach Gniezno von der PKS Haltestelle - Mielno Skrzy¿owanie zurückkehren. Den Ausflug beginnen wir vom PKP Bahnhof in Trzemeszno. Ein Teil der Route von Trzemeszno bis zum Dorf £awki trägt den Namen Hipolit Cegielski Route. Nach Kruchowo läuft die Route in der Nähe von den malerisch gelegenen Seen: Malicz, Folusz, Kamionek und Kruchowski. In Kruchowo soll man einen Gutshof aus dem XVI.Jh. (im XVIII.Jh. durchgebauten) bemerken. Das Dorf Kruchowo gehörte in der Vergangenheit den vielen Besitzern: Sulim, Mieliñski vom Wappen Wczele, Rosen, Lipiñski, Malczewski und Dokowicz. Um den Gutshof herum gibt es alten Park mit den riesigen Eichenbäumen.



Im Dorf steht eine gemauerte Aller Heiligen Kirche (im Jahre 1957 erbaut, alte von Adam Rosen gestiftete Holzkirche brannte im Jahre 1953 nieder). Neben der Kirche befindet sich einen Holzglockenturm aus dem XIX.Jahrhundert, Glocken stammen höchstwahrscheinlich aus dem XIII/XIV.Jahr-hundert. Unter der waldlosen, hügeligen Gegend läuft der Weg bis zum Dorf £awki. Im Jahre 1813 ist hier Gaspar Józef Hipolit Cegielski geboren; er war Philologe, Philosoph, Industrieller und wohlverdienter Mensch für Grosspolen. Im Zentrum des Dorfes, in der Nähe vom Haus, in dem Hipolit Cegielski seine Kindheit verbracht hatte, gibt es eine Gedenktafel zu Ehren dieser hervorragenden Person. Weiter führt der Weg bis zum Sommerort Go³šbki (ehemalige Kolonie der deutschen Ansiedler, Ûberreste der Häuser aus der ersten Hälfte des XIX.Jahrhunderts), der schön zwischen den Seen Przedwieœnia und Wielkie £omno gelegen ist.Von Go³abki fahren wir nach Ochod¿a und weiterhin zur kleinen Siedlung Ameryka. 2 km von Ochod¿a liegt das Dorf Goœcieszyn. In dieser Dorfskirche, im Hauptaltar gibt es das Gottes Mutter Gemälde eines niederländischen Künstlers aus dem XV.Jahr-hunderts. Von Ameryka läuft die Route durch grosses Waldgebiet, das in der Vorzeit den Königen gehörte, deshalb nennt man das Gebiet "Königliche Wälder". Von hier aus erreichen wir das Vögelnaturschutzgebiet D³ugi Bród,das sich im 170 jährigen Kieferwald befindet. Hier kann man in Ruhe Brutstätten der Graureiher beobachten. Weiter fahren wir ein Forsthaus D³ugi Bród vorbei und erreichen den See G³êboczek.

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Für Sonne-und Reinwasserfans empfehlen wir die Reise nach Skorzêcin. Den Ort kann man auf zweierleie Weise erreichen: mit PKS Bus oder mit dem Auto durch Witkowo oder Ko³aczkowo. Denselben Weg machen wir mit dem Fahrrad, wir empfehlen aber die Fahrradsreise durch Orte Szczytniki Duchowne, Lubochnia und Krzy¿ówka, weiter führt uns grüne Wanderroute bis zum Erholungszentrum Skorzêcin. Die grüne Wanderroute führt uns während der Fusswanderung vom PKP Bahnhof Gniezno nach Süden. Skorzêcin ist vor allem als grösste Erholungsstätte im Grosspolen bekannt, die schön im Südostteil des Kreises Gniezno gelegen ist. Auf der Fläche von 46ha können einmalig ungefähr 6000-8000 Touristen erholen. Der Name Skorzêcin ist Name des unweit gelegenen Dorfes (7 km von Witkowo); es gibt hier einen Gutshof aus dem XIX.Jahr-hundert, daneben steht ein riesiger Lindenbaum. 1,5 km nördlich von Skorzêcin wachsen ein paar alten Eichenbäume. Die Geschichte des Erholungszentrums in Skorzêcin ist mit postglazialem Hügel "Orla Góra" (118m über dem Meeresspiegel) verbunden, der ehemals eine gröâte Brutstätte des Seeadlers in Grosspolen war. Das Erholungszentrum ist zwischen den Seen Niedziêgiel und Bia³e gelegen. In Hotels und Bungalows gibt es ungefähr 6500 Ûbernachtungsplätze. Auf dem Campingplatz können 400 Touristen übernachten. Im Jahre 1988 wurde das Naturschutzgebiet Powidz über die Fläche 24600 ha gegründet. Man schützt hier eine abwechslungsreiche postglaziale Geländebeschaffenheit, zahlreiche Seen, reiche Pflanzenwelt, u.a. imposante Eichenbäume vom Umkreis bis 420cm. Der Niedziêgiel See (Skorzêciñskie See) ist mit der Fläche 640ha der zweitgröâte See im Grosspolen. Auf dem See gibt es 5 Inseln, die gröâte Insel "Znicz" ist 3 ha groâ. Vom See flieât der Fluâ Noteæ Zachodnia. Am See erstreckt sich 600 m langer Sandstrand.



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Trzemeszno kann man zu Fuss von Gniezno (mit der roten Wanderroute, vom PKP Bahnhof Gniezno- 24 km) oder von Mogilno (vom PKP Bahnhof Mogilno- 16 km) erreichen. In Trzemeszno können wir auch mit dem PKS Bus, PKP Zug oder mit dem Fahrrad ankommmen. Der Weg von Gniezno nach Trzemeszno zählt 18 km. Während der Fusswanderung von Gniezno gehen wir den Ort Kêdzierzyn vorbei (neoromanische Hl.Andreas Kirche aus 1840). In der Nähe vom Foresthaus Krzy¿ówka (eine Kreuzung der roten und grünen Route) liegt eine Grabstätte der Õsterreicher, die vom sovjetischen Heer in 1945 ermordet wurden. Der Weg von Trzemeszno nach Mogilno führt durch malerischen postglazialen Hügel "Wa³ Wydartowski" 167m über Meeresspiegel, der der höchste Punkt des Kreises Gniezno ist. Die beiden Wanderrouten eignen sich auch für Fahrradsreise. Trzemeszno ist eine Stadt, die eine lange und reiche Geschichte geniesst. Sie ist sehr malerisch zwischen zwei Seen gelegen: Trzemeszeñskie und Popielewskie (der Popielewskie See mit der Tiefe 46m gehört zu den tiefsten Seen in Grosspolen). Nach der Tradition wurde im örtlichen Kloster die Leiche des Hl.Adalberts nach seinem Märtyrertod 997 begraben. Von hier aus wurde die Leiche des Hl.Adalberts im Jahre 999 dem Autrag von Boles³aw Chrobry gemäss zur Kathedrale in Gniezno überführt.




Die wertvollsten Baudenkmäler der Stadt stammen aus dem XVIII.Jahrhundert, dazu gehören die Basilika der Mariä Himmelfahrt und das Gebäude von Gymnasium. Seit dem XII.Jahrhundert ist die Geschichte der Stadt mit der Tätigkeit des Klosters der regulären Augustinermönche sehr eng verbunden. Damals wurde eine dreischiffige romanische Basilika erbaut.Im XVIII.Jahrhundert baute der damalige Abt Micha³ Kosmowski die Basilika aus und verlieh ihr das heutige Aussehen. Dank der Bemühung des Priesters Kosmowski wurde auch das später berühmte Gymnasium mit einem Schülerheim eröffnet. Von der Stifung des Abts Micha³ Kosmowski entstanden auch andere öffentliche Einrichtungen und Wohlfahrtsanstalten wie ein Krankenhaus, ein Waisenhaus und ein Altersheim. In Zentrum der Stadt steht ein Denkmal von Jan Kiliñski. Der hier geborene Warschauer Schuhmacher erwarb sich Verdienste in dem Koœciuszko-Aufstand.